Eine fundierte Diagnostik ist die Grundlage jeder Entscheidung für oder gegen eine Operation. Je nach Beschwerdebild und Befund kommen unterschiedliche Untersuchungsschritte zum Einsatz — von der ersten Abklärung bis zur konkreten Planung eines operativen Vorgehens.

Diagnostik & Behandlungsplanung

Bausteine

Anamnese · Klinische Untersuchung · Laborwerte · Ultraschall · Weiterführende Bildgebung
Bereits vorliegende Befunde von anderen Ärztinnen und Ärzten — etwa MRT, CT, Szintigraphie oder Histologie — beziehe ich vollständig mit ein und führe sie im klinischen Gesamtzusammenhang zusammen, um gemeinsam mit Ihnen die individuelle operative Strategie festzulegen.
Eine risikoadaptierte Früherkennung kann dazu beitragen, Prostatakrebs frühzeitig zu erkennen, bevor Beschwerden auftreten.

PROSTATA-CHECK-UP

Kernfakten:

PSA-Test (Blutuntersuchung) · Tastuntersuchung · Ultraschall · Empfohlen ab 50, bei familiärer Vorbelastung ab 45. Online buchbar.
Bei auffälligem Befund: erweiterte Bildgebung (MRT), bei Bedarf transperineale, MRT-fusionierte Biopsie — direkt in unserer Praxis.

MÖGLICHE THERAPIE

▸ Aktive Überwachung
Engmaschige Kontrolle bei Niedrig-Risiko-Karzinom, ohne sofortige Behandlung
▸ Prostatachirurgie
Radikale Prostatektomie
▸ Strahlentherapie
Perkutane Radiotherapie oder Brachytherapie (interne Bestrahlung)
▸ Hormontherapie
Androgendeprivationstherapie (ADT), meist in Kombination bei fortgeschrittenem oder metastasiertem Karzinom

Häufiges Wasserlassen (Miktionsstörungen)

Symptome

Häufiges, auch nächtliches Wasserlassen · Abgeschwächter Harnstrahl · Unvollständige Blasenentleerung · Wiederkehrende Harnwegsinfekte

MÖGLICHE THERAPIE

▸ Medikamentöse Therapie
Alpha-Blocker, 5-Alpha-Reduktase-Hemmer — meist erster Schritt
▸ Prostatachirurgie
Prostataadenomenukleation (roboterassistiert)ausgeprägtem Befund
▸ Harnblasenchirurgie
Blasendivertikelresektion (bei entstandenem Blasendivertikel)

Abklärung

Uroflowmetrie (Harnstrahlmessung) · Restharnmessung · IPSS-Fragebogen
Sichtbares Blut im Urin ist immer ein Warnzeichen, das zeitnah urologisch abgeklärt werden sollte —
auch wenn es schmerzlos auftritt oder von selbst wieder verschwindet.

Blut im Urin

Abklärung

Ultraschall · Zystoskopie (Blasenspiegelung) · CT-Urographie · Urinzytologie (Untersuchung der Urinzellen)

MÖGLICHE THERAPIE

▸ Nierenchirurgie
Nierenteilresektion, Nephrektomie, Nephroureterektomie (bei Harnleitertumor)
▸ Harnblasenchirurgie
Transurethrale Resektion des Blasentumors (TURBT), ggf. mit intravesikaler Instillationstherapie — bei nicht-muskelinvasivem Blasentumor Radikale Zystektomie — bei muskelinvasivem Blasentumor

Mögliche Ursachen

Nierentumor · Harnleitertumor · Blasentumor
Ein Harnstau entsteht, wenn der Urinabfluss aus der Niere behindert ist — häufig durch eine Engstelle am Nierenbeckenabgang oder am Harnleiter. Unbehandelt kann er die Nierenfunktion auf Dauer beeinträchtigen.

Harnstau

Abklärung

Ultraschall · CT-Urographie · bei Bedarf weiterführende Funktionsdiagnostik

MÖGLICHE THERAPIE

▸ Akute Entlastung (bei Bedarf)
Harnleiterschienung (DJ-Katheter) oder perkutane Nephrostomie
▸ Nierenchirurgie
Nierenbeckenplastik (Pyeloplastik)
▸ Harnleiterchirurgie
Endoskopische Harnleiterschlitzung (Endopyelotomie) — bei ausgewählten Fällen Harnleiterreimplantation, Harnleiterrekonstruktion, Harnleiterersatz mittels Dünndarmsegment

Mögliche Ursachen

Engstelle am Nierenbeckenabgang · Engstelle am Harnleiter (Harnleiterstriktur)